9 Tipps für deine Badsanierung & Badrenovierung

Badsanierung & Badrenovierung
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Wenn du eine Badsanierung oder Badrenovierung planst, dann ist das ein spannendes und zugleich aufwendiges Projekt. Ein gutes Gelingen setzt eine sorgfältige Planung voraus. Die Schritte zum neuen Bad gestalten sich bei jedem anders, denn deine Vorstellungen, dein Budget sowie der Umfang der Arbeiten entscheiden über die Herangehensweise.

Egal, ob du dein Bad in eine Wellness-Oase verwandeln oder nur ein Sanitärobjekt wechseln möchtest – stell dir einen detaillierten Plan zusammen. Vor dem Start helfen einige Fragen: In welchem Zustand ist das Bad jetzt? Was soll daraus entstehen? Welche finanziellen Mittel stehen dafür zur Verfügung? Kalkuliere genügend Zeit ein, denn Schnelligkeit ist bei der Badsanierung oder Badrenovierung eher fehl am Platz. Damit dein Bad nach dem Umbau genau deinen Wünschen entspricht, bekommst du jetzt 9 hilfreiche Tipps an die Hand.

Neugestaltungen sind natürlich auch mit finanziellen Aufwendungen verbunden. Häufig fehlt es dabei an Orientierung, denn viele Umfragen belegen, dass die meisten Personen den notwendigen Betrag nicht benennen können. Die Kosten für eine Komplettsanierung schätzen viele auch zu gering ein. In der Praxis gestaltet sich der finanzielle Aufwand sehr unterschiedlich. Besonders wichtig sind diese 3 Faktoren:

  • Größe: Je mehr Quadratmeter, desto höher fallen die Kosten für das Material und die Handwerkerleistungen aus.
  • Alter: Wohnst du in einem Altbau, dann ist meist ein Austausch der Rohre und Leitungen erforderlich. Deshalb sind Altbausanierungen in der Regel teurer.
  • Qualität: Wünschst du ein exklusives Ausstattungsniveau, dann sind auch die Kosten entsprechend hoch.

Für die Sanierung eines kleinen Bades kann man Kosten in Höhe von mindestens 17.000 Euro einplanen. Da der Kostenumfang aufgrund verschiedener Aspekte sehr individuell ist, kann hier keine detaillierte Benennung von Kosten erfolgen. Die benannten Faktoren helfen dir dabei, deinen finanziellen Plan aufzustellen.

Gleich nach den Kosten ist der zeitliche Umfang ein bedeutender Aspekt. Plane deine Zeit großzügig ein, denn Zeitmangel führt zu Stress und zu Baufehlern. Und Mängel sind auch automatisch mit Mehrkosten verbunden. 2 bis 3 Monate vom Planungsprozess bis zum fertigen Bad sind daher ein angemessener Zeitrahmen. Du benötigst diese Zeit, denn jede Phase des Umbaus hat eigene Herausforderungen und wirken sich deshalb unterschiedlich aus.

Gestalte dein Bad ganz nach den Bedürfnissen der Nutzer. Wichtig ist eine bequeme und komfortable Nutzung. Prüfe deine aktuelle Lebensphase sowie die der anderen Badnutzer und beziehe das in die Planung ein. Folgende Beispiele verdeutlichen die unterschiedlichen Voraussetzungen:

  • Waschbecken: Lebst du in einer Großfamilie, dann eignet sich ein Doppelwaschbecken perfekt. Single-Haushalte kommen sehr gut mit einem Becken aus.
  • Badewanne: Wannen sind für Kinder ein großer Badespaß, jedoch für ältere Menschen oft ein Hindernis. Im Alter sind begehbare Duschen mit Sitzgelegenheit eine gute Lösung.
  • Barrierefreiheit: Das bietet allen Nutzern einen hohen Komfort.

Ein barrierefreies Bad kann einen größeren Mehrwert geben als ein normales Bad. Die Beleuchtung ist intensiver, die Fliesen sind rutschhemmend und Halterungen sind optimal platziert. Falls du dein Bad behindertengerecht umbauen möchtest, dann sind DIN-Normen und konkrete Vorschriften zu beachten.

Heutzutage gibt es keinen bestimmten Trend. Stattdessen sind je nach Geschmack viele verschiedene Varianten möglich. Damit das Badezimmer als Ort der Erholung und des Rückzugs Freude bereitet, sollte das Design und die Funktion zusammenpassen.

Viele lieben eine schwarze Badgestaltung, aber auch rustikale Badausstattungen mit Holzelementen sind sehr gefragt. In den letzten Jahren hat ebenso die Vielfalt an luxuriösen Armaturen zugenommen. Ob in Gold, Schwarz, Bronze, Kupfer, gebürsteter oder glatter Oberfläche – die Auswahl im Luxusbereich ist groß. Lichtelemente tragen zu einem ansprechenden Ambiente bei. Spots, Deckenleuchten, LED-Streifen und noch vieles mehr können dein Bad zum Wohlfühlort kreieren.

Schaut man auf statistische Zahlen, dann haben deutsche Badezimmer eine durchschnittliche Fläche von 9 Quadratmetern. Bei einer fehlerhaften Planung kann es vorkommen, dass alle Ausstattungselemente ihren Platz im Badezimmer haben, jedoch kein Platz mehr für die Nutzer bleibt.

Das klingt absurd, kommt aber tatsächlich vor. Mit einer sorgfältigen Planung umgehst du solche Fehler. Streiche lieber ein Element von der Wunschliste, um genügend Bewegungsraum zu schaffen. Mögliche Blockaden wie geöffnete Dusch- und Schranktüren sollten keine Gefahrenquellen für die Familienmitglieder darstellen.

Beachte auch die Badezimmerform. Ist das Bad eher schlauchförmig, langgezogen oder quadratisch? Eine gute Planung bei der Badsanierung und Badrenovierung umfasst die ganze Vielfalt der modernen Ausstattungsmöglichkeiten:

  • variable Möbel und kompakte Waschbecken statt Standardprodukte
  • großräumige Duschen statt kleine Wannen
  • transparente Trennwände statt Vorhänge

Mit diesen und noch vielen anderen Ausstattungsvarianten nutzt du den Grundriss deines Badezimmers optimal.

Eine Regenbrause ist der Wunsch von vielen Haus- und Wohnungsbesitzern. Ist jedoch der Wasserdruck zu gering, dann macht eine Regenbrause wenig Sinn. Ist die Leitung nicht optimal mit Wasser versorgt, kann bei einer Wannenfüllung viel Zeit ins Land gehen.

Passe daher deine Badeinrichtung und die Wasserversorgung aneinander an. Bei Badsanierungen und Badrenovierungen im Altbau ist es oft erforderlich, die Abwasserleitungen zu verändern. Achte dabei gut auf das Gefälle. Beim WC-Ablauf ist es sinnvoll, das dieser über wenig Bögen bis hin zur Fallleitung reicht.

Badezimmer sind Feuchträume. Neben direktem Spritzwasser entsteht auch Wasserdampf, der sich im Raum verteilt und sich an den Wänden sammelt. Besonders wenn das Bad keine Fenster besitzt, ist die Installation einer Lüftung sehr empfehlenswert. Ist das Bad unzureichend belüftet, können unangenehme Konsequenzen auftreten.

Lästige Gerüche, schlechtes Raumklima sowie gesundheitsschädigende Schimmelflecken trüben die Freude am Badaufenthalt. Berücksichtige daher eine Belüftungsanlage. Die Anlage verfügt im Allgemeinen über einen Ventilator, der die Gerüche und den Wasserdampf in ein Rohrsystem absaugt und nach draußen befördert. Moderne Badlüfter sind nicht nur dezent gestaltet und platzsparend, sondern auch geräuscharm.

Kalkuliere gleich von Anfang an die Sanierung von Altleitungen mit ein und achte auf den erforderlichen Zeit- sowie Kostenaufwand. Oft zeigt sich der Zustand der Wasser- und Elektroleitungen erst nach der Entkernung des Badezimmers. Dem Grunde nach kannst du bei Leitungen aus Stahl oder Kupfer von einer Nutzungsdauer von circa 30 Jahren ausgehen. Sind die Rohre und Leitungen über einen langen Zeitraum im Gebrauch, dann können sich starke Ablagerungen und Rost bilden.

Die Folge ist, dass das Material löchrig wird und die Leitungen brechen beziehungsweise reißen können. So gelangt das Abwasser in die Wände und der Wasserschaden entsteht. Deshalb ist es sinnvoll, alte Rohre und Leitungen auch dann zu wechseln, wenn diese noch funktionieren. Entferne auch tote Leitungen und veraltete Rohrbelüfter. Wenn du diese nicht austauschst, kann es einige Zeit nach der Badsanierung und Badrenovierung dazu kommen, dass du die neuen Sanitäranlagen und Fliesen wieder ausbauen musst.

Handwerker unterschiedlicher Bereiche sind bei einer kompletten Badsanierung oder auch bei einer Badrenovierung am Werk: Fliesenleger, Trockenbauer, Elektriker, Maler und Installateure. Oft greifen die Tätigkeiten ineinander und darum ist es wichtig, eine gezielte Abstimmung mit den Fachbetrieben vorzunehmen.

Die Planung deines perfekten Traumbades macht Freude, wenn du einige wichtige Faktoren beachtest. Du kannst alles selbst in die Hand nehmen oder auch Experten beauftragen, die dich von der Badplanung, über die Koordination bis hin zum fertigen Badezimmer unterstützen.

Ganz gleich, ob du deine Badsanierung oder deine Badrenovierung alleine oder mit anderen Experten angehst – achte auf deine individuellen Bedürfnisse und gehe strukturiert vor. So kannst du in naher Zukunft ein angenehmes Ambiente in deinem Badezimmer erschaffen.

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