Haarausfall durch trockene Kopfhaut – was tun?

Haarausfall durch trockene Kopfhaut
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Trockene, schuppig aussehende und juckende Kopfhaut kann perspektivisch zu Haarverlust führen. Stellst Du erste Anzeichen von diffusem Haarausfall fest oder dünnt sich das Haar über den Schläfen sowie am Oberkopf aus, sollte die Diagnose nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Auch wenn die Austrocknung der Kopfhaut nicht immer eine krankhafte Ursache haben muss, kann die Haarausfallbehandlung nur helfen, wenn Du die Gründe kennst und gezielt dagegen vorgehst. Abwarten ist keine Lösung, denn bei Spät- und Nichtbehandlung kann Haarausfall durch trockene Kopfhaut irreversibel sein und letztendlich zur Bildung kahler Stellen oder einer Vollglatze führen.

In Fachkreisen ist man sich sicher, dass bei trockener Kopfhaut auftretender Haarverlust nicht durch die Austrocknung, sondern als Begleiterscheinung der Problematik auftritt. Ausnahmen bestätigen die Regel und beziehen sich in erster Linie auf Kopfhautentzündungen sowie Irritationen, die eine Haarwurzelentzündung nach sich ziehen.

In den meisten Fällen sind Hautrockenheit und Haarschwund Symptome, deren Ursache Du durch eine dermatologische Untersuchung mit einem Bluttest abklären lassen solltest. Hormonelle Schwankungen, zu wenig Flüssigkeit und Mangelerscheinungen können das Hautbild und die Haarstruktur verändern. Werden die Follikel geschwächt und Deine Haare treten in großer Menge in die Ruhephase ein, kommt es zu Haarausfall durch die trockene Kopfhaut.

Der Zusammenhang zwischen Hauterkrankungen und Haarverlust ist nicht von der Hand zu weisen. Dabei solltest Du die Ursachenforschung nicht allein auf den Kopf beziehen. Eine direkte Kombination der Kopfhautentzündung und dem Verlust der Haare besteht bei Follikulitis, in deren Verlauf sich stecknadelkopfgroße eitrige Paspeln um die Haarwurzeln bilden.

Aber auch Pilzerkrankungen und bakterielle Infektionen können das Haar schädigen und Dein Immunsystem so stark beanspruchen, dass es zu Haarausfall kommt. Warum Du unter Haarschwund und einer trockenen Kopfhaut leidest, sollte ein Dermatologe in einer Haut- und Blutuntersuchung herausfinden. Im Blutbild können andere Erkrankungen, wie die Schilddrüsenfehlfunktion, erkannt oder als Haarausfallursache ausgeschlossen werden.

Liegt keine Erkrankung zugrunde, erzielst Du durch die Erhöhung Deiner Flüssigkeitsaufnahme sowie eine feuchtigkeitsspendende Haarpflege meist eine Besserung. Trinke mehr Wasser und verzichte auf Genussmittel, die Deine Haut austrocknen und Durchblutungsstörungen begünstigen. Vitalstoffreiche Pflegeöle und spezielle Shampoos mit rückfeuchtenden Inhaltsstoffen haben sich in der Behandlung von Haarausfall durch trockene Kopfhaut bewährt.

Ohne Diagnose solltest Du auf Öl-Behandlungen verzichten, da auch fettige Kopfhaut mit verstopften Poren augenscheinlich trocken wirkt. In diesem Fall benötigst Du entfettende Pflegeprodukte, da alle anderen Behandlungen das Problem verschlimmern und Deinen Haarausfall verstärken. Jede wirkungsvolle Behandlung richtet sich nach der Ursache und sollte daher keinesfalls symptombezogen erfolgen.

Tägliche Haarwäschen sind prinzipiell unnötig, da sie die Austrocknung der Haut fördern und Haarverlust als „hausgemachtes Problem“ begünstigen. Bedenke dabei, dass Wasser die Kopfhaut zusätzlich austrocknet und dass die Pflegeprodukte die Lipidschicht angreifen. Wäscht Du Dein Haar zweimal pro Woche mit einem milden Shampoo, kann sich die Kopfhaut erholen und ihre natürliche Schutzschicht wieder aufbauen.

Hitzebehandlungen, wie der Griff zum Föhn, sollten vollständig unterbleiben. Heiße Luft verschlimmert die Kopfhauttrockenheit und greift die äußere Haarstruktur an. Zusätzliche, beispielsweise nach dem Sport nötige Haarwäschen, werden auf ein Minimum beschränkt und bestenfalls ohne den Zusatz von Shampoo mit klarem Wasser unter der Dusche vorgenommen.

Gegen die Hauttrockenheit hilft ein mildes Shampoo mit rückfeuchtender Wirkung. Ob Du ein medizinisches Pflegeprodukt benötigst, hängt von der Ursache der Problematik ab. Shampoos gegen Haarausfall und trockene Kopfhaut enthalten keine Parfum- und Duftstoffe. Ungeeignet sind alle Shampoos mit entfettenden Inhaltsstoffen, wie spezielle Anti-Schuppen-Produkte.

Um den Haarverlust aufzuhalten und ein haarwuchsfreundliches Milieu zu schaffen, eignen sich Pflegeprodukte mit Biotin und Hyaluronsäure. Beim Kauf des Shampoos solltest Du stets auf eine geringe Menge an Inhaltsstoffen achten. Eine lange Liste Dir unbekannter Substanzen ist ein guter Grund dafür, ein anderes Shampoo zu wählen und vom Kauf dieses Produkts abzusehen. Sicherheit erzielst Du mit milden Shampoos aus der Apotheke.

Nach einem pflegenden Öl gegen Haarausfall durch trockene Kopfhaut kannst Du in Deiner Küche sorgen. Haarmasken aus Oliven- und Kokosöl spenden lebenswichtige Vitalstoffe und zeichnen sich durch ihr rückfettenden Eigenschaften aus. Auch Arganöl, Distelöl und Brennnessel-Öl pflegen das Haar und wirken sehr gut gegen Hauttrockenheit.

Bei der Anwendung solltest Du Dich auf ein paar Tropfen konzentrieren. Bei zu großen Mengen kann es zur Porenverstopfung und zu fettig aussehendem Haar kommen. Hast Du keine Zeit für eine Öl-Maske, deren Rückstände Du nach einigen Stunden mit klarem Wasser ausspülst, kannst Du alternativ Haarpflegeöle ohne Ausspülen verwenden.

Haarverlust in Verbindung mit einer trockenen Kopfhaut ist ärgerlich. Doch die Problematik ist behandelbar, wenn Du die Ursache kennst und gezielt gegen den Grund des Haarschwundes vorgehst. Eine Umstellung Deiner Haarpflege auf milde, feuchtigkeitsspendende Produkte ist der erste Schritt. Beide Symptome können auf unterschiedlichen Auslösern basieren, von denen Einige behandlungsbedürftig sind.

Daher ist es wichtig, dass Du der Ursache auf den Grund gehst und eine Diagnose beim Hautarzt stellen lässt. Je früher Du handelst, umso sicherer kannst Du das Absterben der Haarwurzeln vermeiden und den Haarausfall auf natürliche Art behandeln. Durch den Ausschluss ernsthafter Erkrankungen und Vitalstoffmängeln schützt Du Dich vor möglichen irreversiblen Haarschäden.

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