Verschiedene Arten von Herrenuhren im Überblick

Verschiedene Arten von Herrenuhren
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Uhren geben zahlreiche Informationen preis. Neben der Uhrzeit wird das Statement des Trägers, die Botschaft der Marke, das Thema der Uhr und ihr ursprünglicher Einsatzbereich zum Ausdruck gebracht. Speziell die Einsatzbereiche werden in diesem Ratgeber näher beleuchtet. Welche Arten von Herrenuhren es gibt und welchem Zweck sie dienen, lesen Sie jetzt.

Gleich vorweg: Der Chronograph sollte nicht mit einem Chronometer verwechselt werden. Mit einem Chronometer werden transportable Uhren im Allgemeinen bezeichnet. Der Chronograph bezeichnet hingegen präzise Zeitmesser, welche in der Lage sind, die Zeit zu stoppen. Chronographen werden mit unterschiedlichen Skalen auf dem Zifferblatt ausgestattet und werden deshalb in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Mit einer Tachymeter-Skala kann die Geschwindigkeit von Fahrzeugen kalkuliert werden.

Die Daytona von Rolex definiert wohl das berühmteste Beispiel für einen Chronographen mit Tachymeter-Skala. Die Pulsometer-Skala ist gesundheitsbewussten Menschen dabei behilflich, ihren Puls zu bestimmen. Und dann gibt es noch Chronographen mit einer sogenannten Telemeter-Skala, welche dafür genutzt wird, Distanzen zu messen.

Zu den populärsten Herrenuhren gehört die Taucheruhr, welche ihrem Namen alle Ehre macht. Das haben beispielsweise die historischen Modelle von Panerei deutlich gemacht, welche einst für Kampftaucher konstruiert wurden. Auch die Fifty Fathoms von Blancpain, die ursprünglich für die französische Marine entwickelt wurde, weist eindeutig darauf hin: Eine Taucheruhr ist zum Tauchen gedacht. Taucheruhren, wie die weltberühmte Submariner von Rolex, sind extrem funktional und höchst robust.

So wird der Taucher mittels Skala auf der Außenlünette darüber informiert, wie viel Zeit ihm unter Wasser noch bleibt. Und das konnte früher Leben retten. Heutzutage werden digitale Tauchcomputer eingesetzt. Die Taucheruhr ist jedoch geblieben, denn sie ist immer noch ein praktisches Accessoire für Hobby-Taucher und erweckt auch über Wasser einen sportlich-eleganten und robusten Eindruck.

Das, was früher einmal die ideale Uhr für die Kombination mit einem Anzug war, wird heute als Dresswatch bezeichnet. Im Laufe der Jahre wurden die Regeln gelockert, weshalb heute auch eine Sportuhr zum Anzug getragen werden darf. Das bedeutet, aber nicht zwangsläufig, dass man sich diesem Trend beugen muss. Denn eine Dresswatch gilt nach wie vor als die perfekte Wahl, wenn es darum geht das elegante Business-Outfit mit einem Zeitmesser aufzuwerten.

Drei Zeiger wirken zum Anzug einfach stilvoller als 48 Millimeter, mit denen man theoretisch dem Grund der Ostsee einen Besuch abstatten könnte. Mit einer Dresswatch darf es im Geschäftsalltag auch etwas prunkvoller zugehen, denn selbst ein vollgoldenes Modell gilt als Geltungsdrang und wird nicht als Zeichen des Erfolgs betrachtet.

Dabei handelt es sich um eine Abkürzung, welche für „Greenwich Mean Time“ steht und heute als „Universal Time Coordinated“ (UTC), also „koordinierte Weltzeit“ bekannt ist. Auf einer GMT-Uhr können zwei verschiedene Uhrzeiten dargestellt werden. Ihre berühmteste Vertreterin ist die GMT-Master von Rolex, welche damals für die Piloten von PanAm entwickelt wurde.

Diese flogen permanent zwischen der Ost- und Westküste der USA hin und her, weshalb sie ihre Uhren ständig umstellen mussten. Der Präzision von Zeitangaben war dies jedoch nicht zuträglich, weshalb das Unternehmen Rolex Abhilfe schaffte. Die aktuelle GMT-Master II erkennt man an der blau-roten Lünette. Sie kostet etwa 9.000 Euro und gehört in diesem Segment zu den begehrtesten Modellen der Welt.

Bei der Fliegeruhr handelt es sich um eine Variante, welche dazu gedacht ist, den Piloten das Fliegen zu erleichtern. In diesem Fall darf es ruhig gigantisch zugehen, da es hier doch auf die Größe ankommt. Der Look der Fliegeruhr wurde durch die Bedürfnisse der Bomber-Piloten in den 40er-Jahren geprägt.

Ein flüchtiger Blick auf das Handgelenk musste ihnen ausreichen, um die Uhrzeit zu erkennen. Idealerweise konnte man die Krone auch mit Handschuhen bedienen. Wer sich für das Tragen einer Pilotenuhr entscheidet und auf dem Boden bleiben will, sollte das Outfit so schlicht wie möglich halten, damit dieses nicht überladen wirkt. Manche Uhren werden auch als Wertanlage benutzt.

Bei der Bezeichnung „Ewiger Kalender“ handelt es sich um eine Aussage, welche all das zusammenfasst, was die Uhrmacherkunst so faszinierend macht. Gemeint ist ein Generationen überdauernder Zeitmesser, der handwerkliche Präzision mit immerwährender Schönheit kombiniert und durchaus als horologische Spitzenklasse bezeichnet werden darf. Diese Uhren stellen sicher, dass weder Schaltjahre noch unterschiedlich lange Monate dafür sorgen können, sie aus dem Takt zu bringen.

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Bewertet man anhand des Image-Faktors, gehört das Tourbillon wohl an die Spitze der Haute Horlogerie. Das Tourbillon am Handgelenk, lässt sich mit einer Tour in einem alten Ferrari vergleichen: Ein wunderschöner Anblick, der erstaunlich zurückhaltend ist und im Vergleich zu neueren Konstruktionen, mit purem Understatement punktet. Wer jedoch ein wenig Ahnung von diesem Themenfeld hat, weiß ganz genau, dass da ein unfassbar teures Meisterwerk am Handgelenk getragen wird.

Der Begriff Tourbillon kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: Wirbelwind. Es dient dazu, die Ganggenauigkeit zu verbessern, indem die Lage des Drehgestells stetig geändert wird und damit schwerkraftbedingte Abweichungen auffängt. Das Tourbillon wurde bereits im Jahr 1795 entwickelt.

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