4 Tipps für die perfekte Herrenuhr

Herrenuhr
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Mit der Erfindung des Federantriebs für Uhren war es fortan möglich, auch Zeitmesser für unterwegs zu entwickeln. Kurz darauf wurde um 1430 die erste tragbare Uhr zum Mitnehmen erfunden, welche als erste Taschenuhr in die Geschichte einging. Tatsächlich war dies etwas ganz Besonderes und demzufolge auch kostbar sowie kostspielig. Nur reiche Kaufleute und Edelmänner konnten sich damals ein solches Accessoire leisten. Durch die Tatsache, dass man die Uhr in der Hosentasche trug und sie fast ausschließlich von Herren besessen wurde, prägte sich somit der Begriff „Herrenuhr“ aus.

Zwar gibt es auch heute noch klassische Taschenuhren mit mechanischem Uhrwerk, jedoch sind sie dieser Tage weitestgehend nicht mehr wirklich modern. Viel eher sind es jene Uhren, die in den verschiedensten Ausführungen am Handgelenk getragen werden und damals wie heute immer noch ein Statussymbol sein können. Die Vielfalt an Armbanduhren für Männer ist riesig und fast schon unübersichtlich. In diesem Artikel wollen wir Dir vier wichtige Tipps an die Hand geben, wie Du die perfekte Herrenuhr für dich findest.

Tipp 1: Achte auch das Gehäuse der Herrenuhr

Ein Standardmaß, bzw. Standard-Durchmesser für das Gehäuse einer Männeruhr gibt es eigentlich nicht. Die meisten Uhren für Männer unterscheiden sich meist jedoch von ihren weiblichen Pendants darin, dass das Gehäuse etwas größer und oft auch schwerer ist. Der Grund ist einfach: Männer haben im Vergleich zu Frauen meist breitere und dickere Handgelenke, sodass das Uhrengehäuse entsprechend größer sein sollte.

Allerdings gibt es viele Herren mit recht schmalen Handgelenken, was die Auswahl der perfekten Herrenuhr ein wenig verändert. Achte beim Kauf der Uhr darauf, dass das Uhrengehäuse samt seitlicher Aufnahme des Armbands von oben betrachtet nicht breiter ist als Dein Handgelenk.

Mittlerweile gibt es viele Armbanduhren, die ein Gehäuse mit einem Durchmesser zwischen 40 bis 60 mm aufweisen. Sogenannte „XXL Uhren“ sehen an schmalen Handgelenken ein wenig verloren aus. Wenn Dein Handgelenk eher breiter und muskulöser ist, dann ist eine Uhr mit einem recht großen Gehäuse die bessere Wahl. Hier hilft oft nur anprobieren und eine Sichtkontrolle durchzuführen.

Tipp 2: Achte auf das Armband

Oft unterschätzt wird beim Uhren-Shopping die Wahl des Armbandes. Die wichtigsten Aspekte hierbei sind: Material, Breite und Schließmechanismus. Für welches Armband Du Dich entscheidest hängt neben Deinem persönlichen Geschmack auch vom Verwendungszweck der Uhr ab. Wenn Du sie beispielsweise häufig beim Sport trägst, sind weder ein Lederarmband oder eines aus Metall eine gute Wahl.

Leder ist ein Naturmaterial und reagiert stark auf Schweiß, sodass hier mit der Zeit unschöne Flecken entstehen können. Metall dagegen absorbiert den Schweiß zwar nicht, ist aber auch nicht atmungsaktiv, wodurch man unter dem Armband dann noch mehr schwitzt. In solchen Fällen empfiehlt sich eher ein Uhrenarmband aus Silikon oder Stoff.

Bei fast allen Uhren kann man das Armband auch auswechseln, sodass Du Dich im Zweifel noch einmal nicht unbedingt festlegen musst. Gerade bei hochwertigen Smartwatches von Apple oder Samsung geht das Wechseln des Armbands sehr schnell und einfach, sodass Du vor dem Sport schnell auf ein Silikonband und danach wieder auf ein Lederarmband wechseln kannst.

Achte bei der Wahl des Armbands auch darauf, ob Deine Haut vielleicht darauf allergisch reagiert. Gerade bei Metallarmbändern kann es sein, dass sich an den Tragestellen Rötungen bilden und diese zu Jucken beginnen. Die höchste Verträglichkeit haben in der Regel schlicht Stoffarmbänder, was allerdings auch wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks ist.

Solltest Du Dich nach dem Kauf einer Armbanduhr zu einem späteren Zeitpunkt für ein anderes Armband entscheiden, solltest Du unbedingt vorher die Breite prüfen, da dies darüber entscheidet, ob ein Armband auch wirklich an das Uhrengehäuse passt. Alles weitere ist oft nur eine Frage des Preises und Geschmacks.

Tipp 3: Analog oder digital – die Qual der Wahl

Klassische Herrenuhren haben häufig ein analoges Ziffernblatt und oft auch ein mechanisches Uhrwerk verbaut. In den letzten fünf Jahren haben sich jedoch auch immer mehr Hersteller mit Smartwatches am Uhrenmarkt positioniert und verzeichnen hier steigende Umsätze. Einmal mit dem Smartphone verbunden stehen hier eine Menge mehr oder weniger nützliche Features zur Verfügung. Für technikbegeisterte Sportenthusiasten sind gerade Funktionen wie Pulsmesser und Schrittzähler besonders interessant.

Viele Männer schwören jedoch nach wie vor auf ganz klassische Analoguhren von bekannten Herstellern wie Timex, Casio, Festina oder Diesel. Hier findet man auch häufiger hybride Uhrenmodelle, die neben den analogen Uhrzeigern auch über eine einfache Digitalanzeige erweitert wurden oder sogar mit Smartwatch-Funktionen ausgestattet sind.

Ob Du Dich nun für analog, digital oder smart entscheidest, hängt stark vom eigenen Gusto ab und wofür man die Uhr tatsächlich braucht. Als reines Statussymbol oder stylisches Business-Accessoire sind klassische Analoguhren von bekannten Uhrenmarken immer noch die beste Wahl.

Tipp 4: Wie teuer sollte die Armbanduhr sein?

Die Preispalette bei Herrenuhren ist sehr breit und erstreckt sich von 10 Euro bis zu mehreren tausend Euro. Maßgeblich hier sind folgende Faktoren: Verwendete Materialien, Qualität des Uhrwerks und Exklusivität der Marke. Eine günstige Armbanduhr muss deswegen nicht automatisch minderwertiger sein also ein teureres Modell.

Oftmals bezahlt man auch die Marke und deren Status mit. Wenn Du besonderen Wert auf hochwertige Technik legst, kommst Du um ein erstklassiges Uhrwerk aus der Schweiz nicht herum. Gepaart mit einer bekannten und exklusiven Marke wie Tag Heuer, Wempe, Tissot oder Junghans musst Du dann mit einem hohen dreistelligen bis vierstelligen Kaufpreis rechnen.

Bei sehr günstigen, um nicht zu sagen billigen, Armbanduhren darfst Du auf keine allzu hohe Präzision hoffen. Für alltägliche Zwecke oder als Zweitmodell für Sport und Freizeit kann auch eine Casio oder Timex Uhr gute Dienste verrichten.

Bei vielen Männern sehr beliebt sind auch Diesel Herrenuhren, da sie oft ein sehr markantes Design und ein besonders großes Uhrengehäuse aufweisen. Hier liegt man dann in den meisten Fällen bei einem Kaufpreis zwischen 100 und 300 Euro, was auf dem Uhrenmarkt im mittelpreisigen Segment einzuordnen ist. Mit Uhren in dieses Preisbereichs machst Du in der Regel nichts falsch.

Fazit

Die Entscheidung für die perfekte Herrenuhr ist in der Tat nicht einfach. Das riesige Angebot an verschiedensten Uhrenmodellen, Armbändern und Marken macht die Wahl umso schwieriger. Neben Deinem persönlichen Geschmack gibt es allerdings einige Fakten, die Du bei der Kaufentscheidung beachten solltest: Die Größe des Uhrengehäuses sollte zu Deinem Handgelenk passen, die Wahl des Armbands hängt vom Verwendungszweck der Uhr ab, die Art des Ziffernblatts, bzw. der Anzeige basiert ebenfalls auf Art der Anwendung und der Kaufpreis sollte natürlich in Dein Budget passen, sowie die richtigen Erwartungen widerspiegeln. Es muss nicht immer eine teure Luxusuhr für mehrere hundert Euro sein. Hersteller wie Casio, Diesel, Certina und Festina bieten gerade auch im mittleren Preisbereich hochwertige und schicke Modelle an.

Am Ende entscheidet Dein Geschmack. Wenn eine Armbanduhr für Dich mehr ist also nur ein reiner Zeitmesser und Du in ihr vielmehr ein Accessoire siehst, dann muss es vielleicht nicht unbedingt auch nur die eine Uhr sein, denn Du trägst schließlich auch nicht jeden Tag die gleichen Schuhe oder dieselbe Hose.

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