Slackline – modernes Trainingsgerät für Groß und Klein

Slackline
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Wenn du als Kind schon im Zirkus die Seiltänzer für ihr Bewegungstalent bewundert hast, ist das Training auf einer Slackline vermutlich genau das Richtige für dich. Dabei geht es ähnlich wie bei den Akrobaten darum, auf einer relativ dünnen Leine zu balancieren. Der Unterschied ist nur, dass sich die Slackline in Bodennähe befinden, solltest du das Gleichgewicht verlieren ist also kein Fallnetz notwendig. Während im Zirkus die Seilakrobaten auf eine lange Tradition zurückblicken, ist das Slacklinen im Hobbybereich eine relativ junge Freizeitbeschäftigung.

Grundlagen und Geschichte der Slackline

Im Prinzip handelt es sich bei einer Slackline um ein dehnbares Kunststoffband, das du an zwei beliebigen Punkten befestigst. Seile zu verwenden, um an einen Punkt zum anderen zu gelangen ist nicht neu. Die erste Erwähnung, die über das Begehen von Seilen berichtet, stammt aus dem Jahr 260 v.Chr.

Damals wurde der Begriff „Funambulus“ niedergeschrieben – das Wort stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus „funis“ für Seil und „ambulare“ für gehen zusammen. In Asien wurden Überlieferungen zufolge bereits vor Jahrtausenden Seile über Schluchten gespannt und dienten als Brücken.

Die Geschichte der Slackline ist eng mit dem Yosemite Nationalpark verbunden, der sich in Kalifornien befindet. In dem mehr als 3000 Quadratkilometer großen Naturparadies, das sich rund 300 Kilometer von San Francisco entfernt befindet, trafen sich bereits in den 1960er und 1970er Jahren Kletterer im legendären Camp 4. An Regentagen war es nicht möglich, den Klettersport auszuüben, daher nutzten man Absperrbänder auf Parkplätzen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Gerade für Kletterer bot diese Art der Freizeitbeschäftigung die Möglichkeit, Koordination und Gleichgewicht zu trainieren. Somit wurden für das Klettern wichtige Eigenschaften trainiert. Damals verwendete man Utensilien, die jeder Kletterer bei der Hand hatte wie Seilzüge.

In den 1980er Jahren schließlich entdeckte Adam Grosowsky bei einem Aufenthalt im Camp 4 die lustige Freizeitbeschäftigung. Gemeinsam mit seinem Freund Jeff Ellington probierte er nach seiner Rückkehr nach Olympia in Washington zunächst Kletterseile als Slackline aus. Die beiden verwendeten zunächst „Slackchain“ oder „Slackwire“ als Bezeichnung für die elastischen Bänder, die sie später für den Sport heranzogen. Hier einige spektakuläre Ereignisse aus den Anfängen der Slackline:

  • 1983 spannten Rob Slater, Ric Phiegh und einige Freunde von Scott Balcom und Chris Carpenter eine Highline neben einer Freeway Brücke bei Rose Bowl – Scott Balcom gelang es am 13. Juli 1983 sie zu überwinden.
  • Erst 10 Jahre später gelang das Kunststück mit Darrin Carter ein zweites Mal
  • 1995 lief er die Spire-Line sogar ohne Sicherung bergab.

Tipps für den Einstieg

Bis das Slacklinen seinen Weg von den USA nach Deutschland fand, vergingen noch mehrere Jahre. Erst ab 2006 wurde der Trendsport auch hierzulande bekannt. Inzwischen sieht man in vielen Gärten und Parks Menschen, die ihre Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit trainieren. Was bei Geübten so einfach aussieht, bereitet Anfängern Probleme: Es ist gar nicht so einfach auf dem dünnen Band die Balance zu halten.

Für den Einstieg sind kurze Slacklines perfekt geeignet. Es lohnt sich mit einer Länge von acht bis zehn Metern zu beginnen. Die ersten Schritte erfolgen am besten mit Unterstützung eines Helfers. Schritt für Schritt tasten sich Einsteiger vorwärts und testen mit welchen Ausgleichsbewegungen sie die Balance halten können.

Einstellen muss man sich darauf, dass die Beine zu wackeln beginnen. Als Anfänger übst du anfangs die Grundposition: Beim Stehen auf einem Bein mit gebeugten Knien verlagert sich das Gewicht zu vier Fünftel auf das vordere Bein. Von dieser Stellung aus tastest du dich langsam vorwärts.

Kauftipps für eine Slackline

Wer den beliebten Trendsport selbst einmal ausprobieren möchte, findet im Sporthandel Slacklines für jeden Anspruch. Noch größer ist die Auswahl im Internet. Wenn du online nach einer Slackline suchst, bist du nicht an die Öffnungszeiten von Geschäften gebunden. Wann immer es dir passt, suchst du online nach günstigen Angeboten. Einer der großen Vorteile des virtuellen Shoppings ist, dass du nirgendwo sonst eine so große Produktpalette vorfindest wie in der virtuellen Welt.

Bei der Fülle an Angeboten ist es gar nicht so einfach die richtige Slackline zu finden. Eines der wichtigen Kriterien ist natürlich der Preis. Die günstigsten Slacklines kaufst du bereits um 30 Euro, es gibt jedoch auch Modelle, für die du rund 100 Euro bezahlst. Da du das Sportgerät sicher lange hast lohnt sich die Investition in Qualitätsware. In diesem Punkt zu sparen ist der falsche Weg. Immerhin sollte beim Slacklinen Sicherheit im Vordergrund stehen.

Ein weiteres Kaufkriterium ist die Länge: Am besten entscheidest du schon vor dem Kauf, wo du die Slackline montieren willst. Für Anfänger empfehlen sich kürzere Varianten von 10 bis 15 Metern, Geübte finden auf bis zu 150 Meter langen Slacklines eine sportliche Herausforderung. Wesentlich für die Auswahl ist außerdem ob du das Hobby gemeinsam mit deinen Kindern ausüben möchtest. Je jünger dein Nachwuchs ist, umso weniger Balancegefühl ist vorhanden: Für Kinder und ältere Personen eignen sich Slacklines mit einer Breite von 5 Zentimetern besser.

Wie schwer es ist auf einer Slackline zu balancieren, hängt auch von der Dehnung ab. Auf Modellen mit einer starken Dehnung zu balancieren ist schwieriger als auf einer annähernd stabilen Slackline. Im besten Fall hast du Gelegenheit, dich vor dem Kauf mit verschiedenen Varianten vertraut zu machen.

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