Pansexualität: Bin ich pansexuell?

Pansexualität
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Es gibt so viele verschiedene Menschen auf der Welt, mit so vielen verschiedenen Menschen, kommen auch so viele verschiedene Sexualitäten und Geschlechter. Wenn du auf Männer und Frauen stehst, bist du bisexuell, aber was bist du, wenn dir das Geschlecht komplett egal ist?

Wenn dir das Geschlecht deines Partners komplett egal ist, bist du pansexuell. Das heißt du fühlst dich emotional, romantisch und sexuell zu Menschen, jedes Geschlechtes hingezogen. Das ist kein Grund zur Sorge, denn das ist etwas komplett Normales

Ein verwandter Beitrag zum Thema Pansexualität ist der Beitrag: Asexualität: Bin ich asexuell? Da erfährst du mehr über das Thema Asexualität und was genau das ist, kommen wir aber zurück zum Thema.

Pansexualität wird auch „Omnisexualität genannt. Omni bedeutet so viel wie „alles“. Pansexualität leitet sich vom griechischen Wort „παν“ ab und bedeutet auch „alles“. Das soll heißen: Wer pansexuell ist hat kein Problem eine Beziehung mit einem Mann, einer Frau, Transgender, Intersexuellen oder einer nicht binären Person und was es alles gibt, zu führen.

Pansexuelle Menschen machen ihre Beziehung nicht vom Geschlecht abhängig. Das Geschlecht des Menschen, in den sie sich verlieben, spielt gar keine Rolle.

Die Flagge der Pansexuellen wurde 2010 auf der social Media App „Tumblr“ entworfen.

Die erste Farbe der Flagge ist pink. Pink steht für die Zuneigung des weiblichen Geschlechtes. Die nächste Farbe ist gelb. Gelb steht für die Zuneigung zu nicht binären Personen. Die letzte Farbe ist blau. Blau steht für die Zuneigung des männlichen Geschlechts.

Online kannst du die Flagge erwerben* und vielleicht zu einer Regenbogenparade gehen.

1914 erschien erstmals das Wort „pan – sexualism im Journal of Abnormal Psychology. J. Victor Habermann war ein Arzt, der Sigmund Freunds Methode der Psychoanalyse kritisierte. Er nannte dabei Sigmunds Annahme, dass Sex ein Motivator für alle Ding sei „den Pan – Sexualismus des mentalen Lebens“.

1952 wurde in einer Rede von Papst Pius gesagt, dass der Begriff „pansexuelle“ eine Methode der psychoanalytischen Therapie ist. Diese Methode verstößt gegen die christlichen Werte.

Erst 1970 wurde „pansexuell“ so verwendet, wie wir es heute tuen. Dieses Wort wurde in einem Artikel der New York Times verwendet. Ein Jahr später verwendeten sie das Wort erneut, um den britischen Rocker Brian Eno zu beschreiben.

1989 vermehrte sich „pansexuell“ als sexuelle Orientierung weiter.

2002 schrieb die LiveJournal – Community „I Am Pansexual, als ersten Beitrag: „Wir sind hier, um Pansexuelle zu unterstützen, pansexuelle Probleme zu diskutieren und Pansexuelle näher zusammenzubringen.“ Das war die Ursache, warum die Suchanfragen zu diesem Thema stiegen.

2010 tauchte das erstmal die pansexuelle Prideflagge auf.

Bei vielen anderen Sexualitäten gibt es viele, verschiedene Anzeichen, dass man diese eine Sexualität hat. Bei der Pansexualität ist es ganz einfach herauszufinden, ob man pansexuell ist. Du musst dir genau eine Frage, dafür stellen.

Kannst du dich in einen Meschen verlieben oder ihn emotional begehren, egal welches Geschlecht er/sie/es hat?

Solltest du dieser Frage zugestimmt haben, bist du mit großer Wahrscheinlichkeit pansexuell.

Wie bei allen anderen Sexualitäten gibt es wahrscheinlich eine sehr hohe Dunkelziffer, denn sich zu seiner Sexualität zu bekannten, ist nicht so leicht, wie man denkt. Angst nicht akzeptiert zu werden oder nicht mehr als „normal“ gesehen zu werden, sind Gründe warum Menschen ihre Sexualität nicht zu offenbaren.

Man vermutet es sind unter ein Prozent der Menschen, die sich als pansexuell anerkennen.

Beide Begriffe kommen auf die gleiche Bedeutung, doch es gibt trotzdem einen Unterschied, dieser ist nicht ganz unwichtig.

Pansexuelle Menschen sind meistens, nicht immer „genderblind“. Das heißt, dass sie alle Geschlechter attraktiv finden und das Geschlecht ihrer Partners blenden sie aus.

Omnisexuelle Menschen finden genauso alle Geschlechter attraktiv, nur dass sie das Geschlecht ihres Partners nicht ausblenden, sondern wahrnehmen. Dadurch können sie auch Präferenzen entwickeln.

Das heißt, dass es eine omnisexuelle Person geben kann, die mehr auf Frauen stehen kann, dann gibt es wiederum eine die mehr auf Transgender steht.


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